Treibhauseffekt (7.3.2010)
Gefährliches Methan
Bereits 2008 hatten russische Forscher Hinweise darauf gefunden, dass aus dem Permafrostboden in den flachen Schelfgewässern vor der sibirischen Küste das hochwirksame Treibhausgas Methan entweicht. Ein Wissenschaftlerteam von der University of Fairbanks in Alaska schreibt nun in der aktuellen Ausgabe von "Science", dass dort jedes Jahr bis zu acht Megatonnen in die Atmosphäre entweichen - ungefähr so viel wie in allen anderen Weltmeeren zusammen.
Methan fördert den Treibhauseffekt ungefähr 20-mal stärker als Kohlendioxid. Unter hohem Druck und bei niedrigen Temperaturen bilden sich am Meeresboden Methanhydrate, eine Verbindung aus Wasser und Methan, die in dieser gebundenen Form unschädlich ist. Als Ursache der Freisetzung vermuten die Forscher eine Erwärmung der Wassertemperaturen, die den Permafrostboden am Meeresgrund langsam auftauen lässt. Bereits ein geringer Anstieg der Methankonzentration in der Atmosphäre könnte den Klimawandel rapide beschleunigen.
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