Klimapolitik (20.12.2009)
Minimalkonsens beim Klimagipfel
Die Hoffnungen waren vor dem Klimagipfel in Kopenhagen nicht allzu groß, und dennoch wurden sie enttäuscht: Zwar hält die Abschlusserklärung, der "Copenhagen Accord", am Ziel einer maximalen Erwärmung um zwei Grad Celsius fest, es bleibt aber völlig offen, wie dieses Ziel erreicht werden soll. Nach langen und teilweise chaotischen Verhandlungen, bei denen vor allem die Entwicklungsländer immer wieder scharfe Kritik an Art und Inhalt der Verhandlungsführung geäußert hatten, einigten sich die 193 Teilnehmerstaaten am Ende lediglich darauf, den Kompromiss "zur Kenntnis" zu nehmen. Es bleibt jedoch jedem Land selbst überlassen, den Text anzunehmen.
Im Sommer 2010 soll nun in Bonn weiter verhandelt werden. Bundesumweltminister Röttgen äußerte sich enttäuscht über das Kopenhagener Ergebnis, kündigte aber eine aktive Rolle der Bundesregierung bei den künftigen Verhandlungen um ein weltweites Klimaabkommen an.
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