Klimawandel (12.1.2010)

Nord- und Ostsee werden wärmer

Bereits seit 22 Jahren befinden sich Nord- und Ostsee in einer Warmphase, und der Trend hält an. Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie war das Wasser in beiden deutschen Meeren im Jahr 2009 etwa ein Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt. Als Indiz für die dauerhafte Veränderung beobachten Forscher seit Jahren eine langsame Veränderung der Artenzusammensetzung in Nord- und Ostsee. So sind etwa vor Helgoland einige Großalgen-Arten verschwunden, die eine wichtige Funktion in der Nahrungskette haben und gleichzeitig Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden. Und während kälteliebende Arten wie Hering, Kabeljau oder Seelachs seltener ins Netz gehen, fangen Fischer immer mehr Zuwanderer aus südlichen Gewässern wie Wolfsbarsch oder Streifenbarbe.

 


 

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