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Wohngeb├Ąude

Statistiken zur Wohnsituation in Deutschland

In diesem Artikel beschreiben wir die Wohnsituation Deutschlands. Durch verschiedene Statistiken zeigen wir zum Beispiel wie viele Einwohner Immobilien wie Wohnungen, H├Ąuser und Geb├Ąude besitzen. Dabei gehen wir unter anderem auch auf die Haushalt-Art sowie Mieten in deutschen St├Ądten ein und zeigen wie sich die Miete in den letzten Jahren entwickelt hat.

Wohnsituation: Immobilien privater Haushalte

Wohnsituation Immobilien privater Haushalte
F1.: Wohnsituation der deutschen Bev├Âlkerung zwischen 2018 unf 2022;
Datenquelle:https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171237/umfrage/wohnsituation-der-
bevoelkerung/#:~:text=Umfrage%20in%20Deutschland%20zur%20Wohnsituation%20der%20Bev%C3%B6lkerung
%20bis%202022&text=Laut%20der%20Allensbacher%20Markt%2D%20und,14%20Jahre%20
in%20einer%20Wohngemeinschaft.

In den letzten Jahren hat sich die Situation im Land ver├Ąndert: So sank die Zahl der Hauseigent├╝mer von 29.2 Millionen in 2018 auf rund 28.7 Millionen in 2022. Vor allem in Gro├čst├Ądten investieren immer mehr Menschen in eine eigene Wohnung statt in eigene H├Ąuser. Vor allem in Ballungsr├Ąumen sind die Immobilienpreise der H├Ąuser drastisch gestiegen. Bei steigenden Anforderungen und Kosten auf dem Immobilienmarkt, haben weniger Haushalte die finanizellen Mittel sich ein eigenes Zuhause zu leisten und wohnen desshalb auch vermehrt zur Miete.

Anteil von privaten Haushalten mit Immobilienbesitz
F2.: Anteil von privaten Haushalten mit Immobilienbesitz;
Datenquelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/04/PD19_150_639.html
#:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%2031%20%25%20der%20privaten%20Haushalte,
Deutschland%20besa%C3%9Fen%20Anfang%202018%20Einfamilienh%C3%A4user.

Anfang 2018 konnte fast jeder zweite Haushalt (48 %) mindestens eine Immobilie sein Eigentum nennen. Je gr├Â├čer der Haushalt desto gr├Â├čer ist auch der Anteil der Immobilieneigent├╝merinnen und -eigent├╝mer. So hatten in diesem Jahr rund 31 % der Einpersonenhaushalte Haus- oder Grundbesitz. Bei Haushalten mit 2 oder 3 Personen betrugen die Quoten hingegen schon 55 % beziehungsweise 60 %. Von Haushalten und Familien mit 4 oder 5 Personen besa├čen im Jahr 2018 rund 71 % beziehungsweise 70 % H├Ąuser oder Grundst├╝cke. 

Verteilung von Immobilienbesitz
F3.: Verteilung von Immobilienbesitz- Stand 2018;
Datenquelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2019/04/PD19_150_639.html
#:~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%2031%20%25%20der%20privaten%20Haushalte,
Deutschland%20besa%C3%9Fen%20Anfang%202018%20Einfamilienh%C3%A4user.

31 % der privaten Haushalte in Deutschland besa├čen Anfang 2018 Einfamilien-H├Ąuser. Das Ergebnis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) des Statistischen Bundesamt zeigte somit das Einfamilien-Haus die h├Ąufigste Form des Immobilienbesitzes ist. Auf dem zweiten Platz sind Eigentumswohnungen mit 14 %, sowie Zweifamilien-H├Ąuser (5 %). Die seltensten Arten des Immobilieneigentums sind Unbebaute Grundst├╝cke (4 %), sonstige Geb├Ąude (4 %) und Geb├Ąude mit drei und mehr Wohnungen (2 %). 

Neubau und Sanierungen der Ha╠łuser und Wohnungen zwischen 2010 und 2020
F4.: Neubau und Sanierungen der H├Ąuser und Wohnungen zwischen 2010 und 2020
Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/202207/umfrage/struktur-des-wohnungsbaus-nach-art-der-bauleistung-in-deutschland/#professional

Die Statistik zeigt die Struktur des Wohnungsbaus nach Neubau und Sanierung in Deutschland in den Jahren 2001 bis 2020. Im Rahmen der Energie- und Klimaziele m├╝ssen bis sp├Ątestens 2050 rund drei Viertel der rund 22 Millionen Geb├Ąude klimaneutral saniert werden. So f├Ąllt ein Gro├čteil der Bauaktivit├Ąten auf das Sanieren alter Geb├Ąude. Seit 2018 geht so auch der Bau neuer Eigenheime, Wohnungen und Geb├Ąude zur├╝ck. So machen diese im Jahr 2020 nur noch 31 Prozent des Wohnungsbaus aus.

Entwicklung der Leerstandsquote fu╠łr Ha╠łuser und Wohnungen
F5.: Entwicklung der Leerstandsquote f├╝r H├Ąuser und Wohnungen;
Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/74463/umfrage/wohnungsleerstand-in-deutschland-seit-2001/

Die Leerstandsquote ist der prozentuale Anteil aller Wohnungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt unbewohnt sind. In Deutschland ist die Leerstandsquote in den letzten zehn Jahren relativ stabil geblieben und liegt im Durchschnitt etwas unter 3 %. Allerdings gibt es innerhalb Deutschlands einige regionale Unterschiede. Zum Beispiel ist die Leerstandsquote in Berlin deutlich h├Âher als im Bundesdurchschnitt, w├Ąhrend sie in l├Ąndlichen Gebieten oft niedriger ist. Eine leere Wohnung ist oft ein Zeichen einer Diskrepanz zwischen Verf├╝gbarkeit von Wohnraum und Miet- oder Kaufpreisen.

Wohnfl├Ąche

Wohnfla╠łche pro Einwohner Stand 2021
F6.: Wohnfl├Ąche pro Einwohner Stand 2021;
Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36495/umfrage/wohnflaeche-je-einwohner-in-deutschlan-von-1989-bis-2004/

Die Wohnfl├Ąche pro Einwohner kann einen guten ├ťberblick ├╝ber die Lebensqualit├Ąt bieten. Die Wohnfl├Ąche bezeichnet die Anzahl an Quatratmetern einer Wohnung, die f├╝r die Bewohner zum Leben verf├╝gbar ist. Nat├╝rlich gibt es in einer dichtbesiedelten Stadt zwar mehr Geb├Ąude aber insgesamt weniger Wohnfl├Ąche pro Einwohner als auf dem Land. Trotz einer relativ hohen Bev├Âlkerungsdichte, werden in der Bundesrepublik selbst in den St├Ądten unter anderem Bed├╝rfnisse nach Privatssph├Ąre mit einem hohen Niveau an Wohnfl├Ąche pro Einwohner beachtet. Mit einer durchschnittlichen Wohnfl├Ąche von fast 48 Quadratmetern pro Person liegt Deutschlands Wohnfl├Ąche pro Einwohner an vierter Stelle in der Welt.

Einfamilien-H├Ąuser

Der Traum von der eigenen Wohnung ist f├╝r viele Menschen ein Lebensziel. So ergab die Interhyp-Wohntraumstudiedes Jahres 2021, dass sich rund 72 Prozent der Mieterinnen und Mieter ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung f├╝r ihre Familie w├╝nschen.

Zahl der Einfamilien-Ha╠łuser zwischen 2010 und 2020
F7:. Zahl der Einfamilien-H├Ąuser zwischen 2010 und 2020;
Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/39010/umfrage/bestand-der-einfamilienhaeuser-in-
deutschland-seit-2000/#:~:text=Einfamilienh%C3%A4user%20%2D%20Anzahl%20
in%20Deutschland%20bis%202020&text=Im%20Jahr%202020%20befanden%20sich,
dem%20Jahr%202001%20j%C3%A4hrlich%20zu.

Im Jahr 2020 gab es rund 16,02 Millionen Einfamilien-H├Ąuser in Deutschland. Einfamilien-H├Ąuser werden Wohngeb├Ąude mit einer oder zwei Wohnungen genannt. Seit dem Jahr 2010 nimmt die Anzahl der H├Ąuser hierzulande stehtig zu. Damit steigt auch der Anteil privater Haushalte, die Einfamilien-H├Ąuser besitzen.

Wie wohnen Deutsche (zusammen)?

Au├čer Familien gibt es noch verschiedene andere Bed├╝rfnisse in einer Wohnsituation. Zum Beispiel entscheiden sich mehr und mehr junge Menschen in der Stadt Fu├č zu fassen. Dadurch w├Ąchst auch zum Beispiel die Nachfrage nach Wohnungen, die in geriner Entfernung zu Universit├Ąten liegen.

Wohngemeinschaften (WGs)

Deutsche die in einer Wohngemeinschaft leben
F8.: Deutsche die in einer Wohngemeinschaft leben;
Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/264133/umfrage/personen-in-deutschland-die-in-einer-wohngemeinschaft-wg-
leben/#:~:text=Im%20Jahr%202022%20gab%20es,rund%205%2C04%20Millionen%20Personen.

Eine Wohngemeinschaft ist eine Wohnsituation bei der eine Gruppe von nicht-verwandten Personen, die als Gemeinschaft (mit gemeinsamem Haushalt) eine Wohnung bewohnen. So leben zum Beispiel 30 % aller Studenten in einer WG. Eine Wohngemeinschaft ist weder eine Bedarfsgemeinschaft noch eine Haushaltsgemeinschaft. In der Regel gibt es in einer WG Gemeinschaftsr├Ąume, die allen Bewohnern zur Nutzung zu Verf├╝gung stehen. In den letzten Jahren hat die Zahl der Deutschen, die in WG’s leben sich jedoch stehtig verringert. Im Jahr 2022 lebten nur noch rund 5.5% aller Personen in einer gemeinsamen Wohnung.

Singles und Einpersonenhaushalte

In den letzten Jahren gibt es immer mehr Singles die sich eine eigene Wohnung suchen. Zwar werden viele Geb├Ąude so umgebaut, dass sie diese Situation beg├╝nstigen k├Ânnen, jedoch herrscht vor allem f├╝r Einpersonenhaushalte eine akute Wohnungsknappheit.

Einpersonenhaushalte zwischen 2008 und 2020
F9.: Einpersonenhaushalte zwischen 2008 und 2020;
Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156951/umfrage/anzahl-der-einpersonenhaushalte-in-deutschland-seit-1991/

Einer aktuellen Studie zufolge nehmen Einpersonenhaushalte zu, insbesondere in st├Ądtischen Gebieten. So ist jeder f├╝nfte Deutsche in einem Einpersonenhaushalt. Dieser Trend ist vor allem auf junge Erwachsene zur├╝ckzuf├╝hren, die sich daf├╝r entscheiden, die Heirat hinauszuz├Âgern oder ganz darauf zu verzichten. Au├čerdem entscheiden sich immer mehr Rentner allein zu wohnen, wenn sie sich scheiden lassen oder ihre Partner ├╝berleben. Das Alleinleben hat zwar seine Vorteile, wie z. B. die gr├Â├čere Freiheit und Unabh├Ąngigkeit, kann aber auch mit einigen Herausforderungen verbunden sein. So haben Einpersonenhaushalte h├Ąufig h├Âhere Ausgaben, da nur ein Einkommen vorhanden ist, um alle Rechnungen zu bezahlen.

Miete von Haus und Wohnung

Nicht jeder ist in seiner eigenen Wohnung zu Hause, denn noch immer leben die meisten Einwohner Deutschlands zur Miete. Zus├Ątzlich zu den Nebenkosten ist die Miete oft eine gro├če Belastung f├╝r einen Haushalt. Generell gilt dass die Bev├Âlkerung in Mieterhaushalten einen gr├Â├čeren Teil ihres verf├╝gbaren Einkommens f├╝r Wohnkosten aufwenden als muss Eigent├╝merhaushalte.

Mietbelastungsquote nach Bundesla╠łndern
F10.: Mietbelastungsquote nach Bundesl├Ąndern;
Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/258547/umfrage

Nach Angaben des Statistischen Bundesamt mussten die Haushalte im Jahr 2021 im Durchschnitt 23,3 % ihres verf├╝gbaren Einkommens f├╝r Mietkosten ausgeben. Diese Ausgaben machen f├╝r viele Menschen einen gro├čen Teil der Lebenshaltungskosten aus. Bei den Mieten handelt es sich in der Regel um monatliche Fixkosten mit wenig oder gar keinem Sparpotenzial. Je nach dem an welchem Ort die Wohnung ist f├Ąllt die Mietbelastungs unterscheidlich aus. In den Sadtstaaten (mit Ausnahme von Berlin) stellt die Miete fast ein drittel der monatlichen Lebenskosten in einem Haushalt dar.

Mieten in deutschen Sta╠łdten Stand 2022
F11.: Mieten in deutschen St├Ądten Stand 2022;
Datenquelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1885/umfrage/mietpreise-in-den-groessten-staedten-deutschlands/

Durch eine h├Âhere Nachfrage an Mietwohungen k├Ânnen Vermieter h├Âhere Mieten verlangen. Ein Blick auf Deutschlands teuerste St├Ądte zeigt, dass M├╝nchen im Bereich der Miet- und Nebenkosten andere Gro├čst├Ądte bei Weitem ├╝bertrifft. Im Vergleich zu anderen s├╝ddeutschen Gro├čst├Ądten wie zum Beispiel Stuttgart, ist M├╝nchen im schnitt 5 Euro pro Quatradtmeter teurer.

Wohnkostenbelastungsquote nach Haushaltsart
F12.: Wohnkostenbelastungsquote nach Haushaltsart,
Datenquelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/08/PD22_N054_61.html;
jsessionid=C4164F0D39852C42C707D61A5DEB1F23.live721

Wenn die Wohnkostenbelastung, d. h. der Prozentsatz des verf├╝gbaren Haushaltseinkommens, der f├╝r Wohnkosten ausgegeben wird, die 40 % – Marke ├╝berschreitet, gelten Haushalte als ├╝berlastet. Im vergangenen Jahr traf dies auf 10,7 % der Bev├Âlkerung zu und ist unter anderem f├╝r Geringverdiener und Rentner ein gro├čes Problem. Der obige Graph zeigt, dass eine Familie mit einem Elternteil proportional deutlich mehr Miete an ihren Vermieter zahlt als zum Beispiel ein Zweipersonenhaushalt. ­čî▒

Bildquellen

  • Wohngebaeude: iStock/Daniel Lange