Klimawandel Statistik

Auch wenn der Klimawandel längst begonnen hat, alle Daten auf die Erwärmung des Klimas hinweisen, ist das Ereignis als solches für die einzelnen Menschen kaum fassbar. Zweifelsfrei erwärmt sich die Erde in einem nie zuvor dagewesenen Tempo. Trotzdem nehmen nur wenige Menschen die gesamte Problematik wahr. Hier erfahren Sie, welche Statistiken, Zahlen und Fakten es rund um die globale Erwärmung gibt, was die Wissenschaftler zum Klima und zur Erderwärmung sagen und auch, was jeder einzelne tun kann, den Klimawandel zu stoppen.

Was verursacht am meisten den Klimawandel?

Es ist der sogenannte Treibhauseffekt, der den Klimawandel verursacht und dafür sorgt, dass sich die Erde erwärmt. Dabei wirken einige Gase in der Atmosphäre ähnlich wie das Glas vom Gewächshaus. Die warmen Sonnenstrahlen kommen in die Atmosphäre, können jedoch ihre Hitze nicht wieder an das Weltall abstrahlen. So wird es auf der Oberfläche der Erde immer wärmer. Auch wenn die meisten dieser Treibhausgase natürlich in der Atmosphäre vorhanden sind, sorgt jedoch der Mensch mit seinen Tätigkeiten dafür, dass von diesen immer mehr vorhanden sind und die Klimawandel Statistik beeinflussen. Das betrifft vor allem Gase wie:

Besonders das Kohlendioxid trägt seit dem Beginn des Industriezeitalters zum Treibhauseffekt bei. Doch auch andere Treibhausgase tragen zur Erderwärmung bei. Während jedoch veränderte Sonneneinstrahlungen und vulkanische Aktivitäten zwischen 1890 und 2010 weniger als 0,1 Grad Celsius zum Anstieg der globalen Temperaturen beitrugen, stieg in der gleichen Zeit die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre über 50 Prozent. Ursächlich hierfür ist die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas. Werden mehr von diesen fossilen Brennstoffen in Kraftwerken oder Motoren verfeuert, erhöht sich auch der Ausstoß an Kohlendioxid.

Auch die Abholzung großer Wälder trägt zum Treibhauseffekt bei. Während die Bäume selbst durch die Aufnahme von Kohlendioxid und deren Umwandlung in Sauerstoff das Klima regulieren, verlieren sie diese segensreiche Wirkung nach der Rodung. Statt dessen wird der im Holz der Bäume gespeicherte Kohlenstoff bei Verbrennung als Kohlendioxid emittiert. Intensive Viehzucht ist eine weitere Ursache für den Treibhauseffekt. Verdauen Schafe und Kühe ihr Futter, produzieren sie dabei Methan. Dünger mit Stickstoff führen zu Stickoxidemissionen.

Werden Produkte benutzt, in denen sich fluorierte Gase befinden, werden diese in die Atmosphäre abgegeben. Der von diesen Gasen verursachte Treibhauseffekt ist noch wesentlich stärker als der Treibhauseffekt durch Kohlendioxid. Die Aufzeichnungen der Klimaforscher ergaben, dass 2019 die durchschnittliche Temperatur bereits 1,1 Grad Celsius höher war als vor der industriellen Zeit. Sollte die Temperatur insgesamt um 2 Grad steigen, wirkt sich das äußerst negativ auf das Klima, die Umwelt und auch auf den Menschen aus. Daher hat die internationale Gemeinschaft beschlossen, dass diese auf keinen Fall mehr als 1,5 Grad Celsius steigen darf.

Warum wird es immer wärmer?

Beginnt der Winter in Deutschland, ist dieser kaum noch als solcher erkennbar. Aus den bis ins 19. Jahrhundert zurückreichenden Daten erkennen die Forscher, dass eine globale Erwärmung stattfindet. Das liegt daran, dass die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre immer weiter steigt. Der sogenannte Treibhauseffekt verhindert, dass die Wärme wieder zurück in das Weltall gestrahlt wird. Damit wird es – wie in einem Gewächshaus – auf der Erde immer wärmer. Die Klimawandel Statistik besagt, dass etwa um 1750 der Anteil an Kohlendioxid bei 280 ppm lag, heute jedoch auf gut 400 ppm liegt. Das liegt an der Rodung von Wäldern, aber vor allem an der Nutzung fossiler Energieträger. Grundsätzlich tragen die Treibhausgase ja dazu bei, dass unser Planet überhaupt bewohnbar ist. Sie sorgen dafür, dass die Mitteltemperatur der Erde bei 15 Grad Celsius liegt – und nicht bei minus 18 Grad Celsius.

Wie wirkt sich der Klimawandel in Deutschland aus?

Steigende Temperaturen, wie in den Zahlen der Klimawandel Statistik nachgewiesen, wirken sich in vielen Bereichen des Lebens hierzulande aus:

  • Gesundheit: Vor allem Kindern, Kranken und älteren Menschen macht der Hitzestress zu schaffen. Fliegen vermehrt Pollen, haben Allergiker kaum Zeit zum Durchschnaufen. Gleichzeitig breiten sich immer mehr Zecken, Stechmücken und damit auch Krankheitserreger aus.
  • Landwirtschaft: Bleibt der notwendige Regen aus, gibt es Dürre und eine magere Ernte. Blühen die Obstbäume zeitiger, ist die Gefahr von Spätfrostschäden höher. Dafür wird die Vegetationsperiode länger.
  • Verkehr: Führen die Flüsse Hoch- oder Niedrigwasser, können weniger Schiffe fahren. Auf den Straßen kann es durch Starkregen und Hitze zu Unfällen kommen.
  • Wasser: Sinkt der Grundwasserpegel, führen Flüsse weniger Wasser, Seen werden wärmer. Das gleiche gilt für Nord- und Ostsee. Zudem steigen die Meeresspiegel und es kommt vermehrt zu Sturmfluten.
  • Wälder: Fichten und andere Baumarten können gegen Hitze nur wenig Widerstand bieten. Borkenkäfer und Baumkrankheiten haben leichtes Spiel. Wird es wärmer und trockener, steigt gleichzeitig die Gefahr von Waldbränden.
  • Städte: Durch den hohen Anteil an Asphalt und Stein wird es in Städten heißer als auf dem Land. Regnet es stark, kann es immer wieder passieren, dass die Kanalisation überfordert ist und damit das Wasser nur schlecht abläuft.
  • Arbeit: Je heißer es wird, desto mehr sinkt die Leistungsfähigkeit der Menschen. Das betrifft vor allem diejenigen, die im Freien arbeiten müssen, wie beispielsweise auf dem Bau oder in der Landwirtschaft.

Was kann ich tun um den Klimawandel zu stoppen?

Der globale Klimawandel wird zwar von vielen Einflüssen bestimmt, doch einige sind von jedem einzelnen Menschen beeinflussbar. Daher lohnt es sich, wenn jeder etwas zum Klimaschutz beiträgt.

1. Sparsamer wirtschaften

Wer Lebensmittel und andere Produkte ungenutzt wegwirft, vergrößert seinen ökologischen CO2-Abdruck. Das gilt für unnötige Verpackungen, Einwegprodukte, aber vor allem durch großzügige Verschwendung von Lebensmitteln.

2. Produkte lange nutzen

Wird ein Produkt hergestellt, werden dafür Rohstoffe und Energie verbraucht. Werden dagegen Produkte lange genutzt, second-hand gekauft oder nur dann gemietet, wenn sie tatsächlich gebraucht werden, spart das immense Emissionen.

3. Bio-Label ohne Kunstdünger kaufen

Während in konventioneller Landwirtschaft vermehrt Treibhausgase emittiert werden, kommt Biolandwirtschaft ohne Pflanzenschutzmittel oder Kunstdünger aus.

4. Strom sparen

Je weniger Energie verbraucht wird, desto weniger muss erzeugt werden – mit all den bekannten negativen Folgen für das Klima.

5. Lebensmittel regional und saisonal einkaufen

Wird Gemüse oder Obst aus Übersee eingeflogen, verursacht das Emissionen. Das gleiche gilt für den Anbau von Lebensmitteln in beheizbaren Treibhäusern. Wird regionales Obst oder Gemüse aus saisonalem Anbau gekauft, ist das gut fürs Klima.

6. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Bus, Bahn und andere öffentliche Verkehrsmittel transportieren mit relativ geringem Aufwand viele Menschen. Vorausgesetzt, diese nutzen auch das Angebot und lassen dafür das eigene Auto stehen.

7. Mehr Fahrrad fahren

Je mehr Strecken mit dem Rad zurückgelegt werden, oder mit einem Elektroauto, desto weniger Benzin oder Diesel wird verbrannt.

8. Ökostrom wählen

Wird Strom aus regenerativen Energien gewonnen, gelangt deutlich weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre.

9. Ökobank nutzen

Ökobanken investieren aktiv in Umweltschutz und meiden Anlagen in klimaschädlichen Energien, Waffenhandel oder Spekulation mit Nahrungsmitteln. Damit lässt sich aktiv etwas für den Klimaschutz machen.

10. Weniger tierische Produkte essen

Je weniger Fleisch gegessen und je weniger Milch getrunken wird, desto besser geht es dem Klimaschutz. Wer vegetarisch lebt, verursacht nur halb so viel Emissionen an CO2 wie ein Fleischesser.

11. Wärmedämmung am Haus

Ist das Haus warm eingepackt, wird weniger Energie fürs Heizen benötigt – und dem Klimawandel effektiv begegnet. Allein dichte Fenster und Türen bewirken bereits eine Menge.

Was sind Statistiken zum Klimawandel?

Ohne Zahlen, Fakten und Statistiken lässt sich der Klimawandel kaum belegen. Daher gibt es eine Reihe an Organisationen, die über den Klimawandel mittels Statistik berichten und die entsprechenden Fakten veröffentlichen. Die folgenden Organisationen forschen über den Klimawandel und die Erderwärmung und belegen ihre Erkenntnisse mit den entsprechenden Statistiken:

  • Deutscher Wetterdienst
  • Deutsches Klima-Konsortium
  • Deutsche Meteorologische Gesellschaft
  • Helmholtz-Klima-Initiative
  • Extremwetterkongress Hamburg
  • klimafakten.de

In diesem Papier wird entsprechend belegt, dass der Hauptgrund für den Klimawandel das Handeln der Menschen ist. Obwohl die Daten seit vielen Jahren bekannt sind und in der Wissenschaft als Beweis gelten, passiert nur wenig. Es werden immer noch viel zu viele Treibhausgase in die Atmosphäre emittiert und damit der Klimawandel verstärkt. Um die Entwicklung und die Erwärmung aufzuhalten, müssten in allen Bereichen strukturelle Veränderungen stattfinden. So ist es im Sonderbericht des Weltklimarates zu lesen. Je länger die Politik mit den Veränderungen wartet, desto schwerer wird es, die globale Erwärmung zu bremsen und den Klimawandel noch aufzuhalten.

Welche Rolle spielen Statistiken bei der Bekämpfung des Klimawandels?

Naturkatastrophen, Hitzesommer, Feuersbrünste, Erderwärmung, Fridays for Future: Es gibt eine Menge an Schlagworten, die immer dann fallen, wenn es um den Klimawandel oder die Klimakrise geht. Jährlich nehmen die Emissionen an Treibhausgasen zu, die durchschnittliche Temperatur steigt, es gibt immer mehr und stärkere Naturkatastrophen. Gelangt mehr Treibhausgas in die Atmosphäre, heizt sich diese langsam auf. Das ist in den Forschungsstationen messbar und lässt sich in den Statistiken nachweisen.

Beispielsweise wird die globale Erderwärmung an den Temperaturanomalien nachgewiesen. Während die Kontinentaltemperaturen 1955 noch 0,12 Grad Celsius unter dem errechneten Durchschnitt lagen, war es 2019 schon 1,42 Grad Celsius mehr. Auch der Rückgang der Gletscher lässt sich auf den Anstieg der Temperaturen zurückführen, ebenso wie die Verkleinerung der Arktis. Gleichzeitig stieg die Höhe des Meeresspiegels. Die Klimawandel Statistik zeigt auch für Deutschland, dass der Klimawandel längst angekommen ist. Zwischen 2000 und 2019 lagen allein zehn der zwölf wärmsten Jahre seit 1881. Es gibt mehr Überschwemmungen, Starkregen, Waldbrände und Dürren. Auch der Anteil an Stickstoffdioxid in der Luft steigt stetig, obwohl es längst Fahrverbote für Autos ohne Umweltplakette in manchen Innenstädten gibt.

Wie sicher sind die Erkenntnisse zur globalen Erwärmung?

Zukunft lässt sich nicht vorhersagen. Doch sie lässt sich in Simulationsrechnungen darstellen. Diese ergeben, dass der Anstieg der von Menschen verursachten Treibhausgase in der Atmosphäre für die globale Erwärmung verantwortlich ist. Klimawandel hat es schon immer gegeben, sicher. Vor rund 100 Millionen Jahren war es ebenfalls deutlich wärmer und der Kohlendioxidgehalt der Luft war höher. Warme Zeiten und Eiszeiten wechselten sich schon immer ab. Von der Erdgeschichte aus betrachtet ist seit etwa 10.000 Jahren eine Warmzeit.

Betrachten die Wissenschaftler jedoch die letzten Jahrhunderte, wird deutlich, dass der Beginn der Industrialisierung zu signifikanten Änderungen geführt hat. Je mehr fossile Brennstoffe verbrannt werden, desto mehr Treibhausgas wird in die Atmosphäre emittiert. Damit steigt die Konzentration in der Atmosphäre und der Treibhauseffekt wird verstärkt. Messungen der vergangenen 100 Jahre zeigen deutlich die Entwicklung. Aus diesen lässt sich schließlich eine Klimamodellierung erstellen. An den Rechnern führen die mit Hilfe der Daten modellierten Ergebnisse jedoch nur dann zu einem realistischen Szenario, wenn zusätzlich zu den natürlichen Einflüssen die menschengemachten Einflüsse hinzugefügt werden.

Das zeigt sich besonders in den Berechnungen, die sich mit den Zeiträumen ab 1950 befassen. Die Zahlen zeigen eindeutig, dass seit dieser Zeit der größte Teil der globalen Erwärmung und die damit verbundene Erhöhung der weltweiten Durchschnittstemperatur auf das Handeln der Menschen und die damit verbundenen Emissionen an Treibhausgasen zurückzuführen ist. Der fünfte Sachstandsbericht des Weltklimarates bezeichnet den menschlichen Einfluss zu 95 Prozent als Hauptursache für die mittels Messungen nachgewiesene Erderwärmung. Forscher sind sich daher sicher, dass seit Mitte der 1950er Jahre etwa zwei Drittel der Erwärmung auf das Handeln der Menschen und die Emissionen von Treibhausgasen zurückgeführt werden kann. Grund hierfür sind eine veränderte Lebensweise, bei der viel mehr fossile Brennstoffe benötigt und damit auch verbrannt werden, hauptsächlich, um damit Energie zu gewinnen. Daher kann der Mensch auch nur durch sein Handeln den Klimawandel weiterhin beeinflussen. 🌱

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