Mit einer Baumspende das Klima schützen

Bäume sind für uns und die Umwelt unverzichtbar. Sie geben Tieren und Pflanzen Lebensraum, filtern Luft und Wasser, speichern Kohlendioxid, produzieren Sauerstoff und liefern Holz als nachhaltigen Rohstoff. Daher ist eine Baumspende ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz und Naturschutz. Zudem ist eine Aufforstung von Flächen und Baumbestand der größtmögliche Beitrag zum Klimaschutz, wie Untersuchungen ergaben. Mit Baumspenden unterstützen Sie die Pflanzung heimischer Bäume für den naturnahen Waldumbau. Weil ein naturnaher gemischter Wald nicht nur Lebensraum für viele Arten, sondern vor allem als Kohlendioxidspeicher fungieren, engagieren Sie sich damit für den Klimaschutz. Hier erfahren Sie, was eine Baumspende kostet, wo Bäume gepflanzt werden, wie viel Kohlendioxid durch einen Baum kompensiert wird und welche Unternehmen gegen Spende Bäume pflanzen.

Was kostet eine Baumspende?

Es kommt ganz darauf an, wie viel Sie selbst spenden wollen und können. Legen Sie Wert darauf, dass mit Ihrer Spende ein Baum in Deutschland gepflanzt wird? Einige Stadtverwaltungen ermöglichen regionale Baumspenden, so zum Beispiel die Stadt Regensburg. Hier können Sie für mindestens 250 Euro Baumpate werden. Andere Projekte kümmern sich um die Aufforstung in Nicaragua, Bolivien oder anderen Ländern. Bei vielen Organisationen bestimmen Sie selbst, wie viel Sie spenden und ob Sie einen einmaligen oder regelmäßigen Beitrag als Baumspende leisten wollen.

Wo kann man Bäume spenden und pflanzen?

Sie haben ein eigenes Grundstück? Dann können Sie auch einfach einen Baum pflanzen. Andernfalls erlaubt es die deutsche Rechtsprechung leider nicht, einfach vor der Haustür, im Park der Stadt oder Wald einen Baum zu pflanzen. Viele Kommunen haben Grünordnungspläne, in denen auch den Besitzern von Flächen genau vorgeschrieben ist, was an welcher Stelle gepflanzt werden darf. Auch auf einem Grundstück außerhalb der Kommunen ist Bäumepflanzen nicht einfach erlaubt. Dafür brauchen Sie eine eine sogenannte „Aufforstungsgenehmigung“. Daher ist es sinnvoll, wenn Sie Projekte wie das Bergwaldprojekt oder „Plant for the Planet“ mit einer Spende unterstützen. Im Bergwaldprojekt können Sie sogar selbst mitarbeiten und bei der Pflanzung mithelfen. Auf der Plattform „WikiWoods“ finden Sie beispielsweise regionale Projekte aus ganz Deutschland, für die Sie spenden können. Hier finden Sie genügend Möglichkeiten, bei denen Sie nicht nur spenden, sondern auch mithelfen können. Auch in vielen Kommunen gibt es inzwischen Fonds oder Stiftungen, die sich um die Stadtbäume in der jeweiligen Umgebung kümmern. So kümmert sich der Fonds „Stadtgrün“ in Dresden um Pflanzung und Pflege von Straßenbäumen, in Köln gibt es die „Grün Stiftung“ und in Magdeburg „Mein Baum für Magdeburg“. Übrigens eine Baumspende ist auch ein tolles Geschenk – nicht nur für die Umwelt!

Welche Unternehmen pflanzen Bäume?

Längst haben auch Unternehmen erkannt, dass sie mit klimaneutralen Standorten und den entsprechenden Produkten bei den Kunden und Investoren punkten können. In Aufforstungsprojekten können daher Organisationen und Privatpersonen gleichermaßen Bäume gegen eine Spende pflanzen lassen. Können die Organisationen mit einem Siegel ihre Arbeit belegen, haben Sie die Gewissheit, dass die Aufforstung tatsächlich unterstützenswert ist. Hier eine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge:

Bergwaldprojekt: 1987 gegründet, setzt sich das Projekt für den Bergwald und die Kulturlandschaften ein. 2020 wurden beispielsweise rund 272.000 Bäume in heimischen Wäldern gepflanzt.

Plant-for-the-Planet: Die Stiftung richtet sich besonders an Kinder und Jugendliche und pflanzte nach eigenen Angaben bereits rund 14 Millionen Bäume, vor allem auf der südlichen Halbkugel des Globus.

Plant-my-Tree: Die Stiftung forstet hauptsächlich in Deutschland auf. Partner können Privatpersonen oder Unternehmen werden. Die Pflanzprojekte sollen auf dafür geeigneten Flächen erfolgen und für mindestens 99 Jahre weder wirtschaftlich genutzt noch abgeholzt werden.

Primaklima: Auf vier Kontinenten arbeitet die Organisation mit Fachleuten zusammen und betreut dort Aufforstungsprojekte.

Suchmaschine: Ecosia pflanzt aus dem mit Anzeigen erwirtschafteten Gewinn Bäume.

Treedom: Kleinbauern in zumeist Haiti, Kamerun und Kenia werden durch Spenden unterstützt und bekommen Geld, wenn sie dort Kakao-, Kaffee- oder Avocadobäume pflanzen.

Freiwillige Baumspende

Woher weiß man, wie viel CO2 ein Baum kompensiert?

Laubbäume und Wälder speichern Kohlendioxid. Wie viel ein einzelner Baum speichern kann, hängt zum einen vom Alter, aber auch von der Holzmasse und deren Dichte ab. Das meiste Kohlendioxid wird dabei in der Wurzel, dem Stamm und den Ästen, aber auch im umgebenden Humus gespeichert. Den vom Menschen zur Atmung benötigten Sauerstoff geben die Pflanzen ab. Der damit verbundene Vorgang wird Photosynthese genannt. Das Kohlendioxid aus der umgebenden Luft wird dabei aufgenommen und im Holzkörper selbst gespeichert. Aus 6 Anteilen Kohlendioxid und 12 Anteilen Wasser werden mit Hilfe der Sonnenenergie durch das Chlorophyll der Blätter Traubenzucker, Sauerstoff und Wasser produziert. Während der Traubenzucker zum Wachstum dient, wird das Kohlendioxid als Kohlenstoff gespeichert.

Die Buche: Eine 35 Meter hohe Buche mit einem Stammdurchmesser von gut 50 Zentimeter in etwa einem Meter Höhe hat ein Volumen an Holz von rund 3,5 Kubikmetern. Das entspricht einem Trockengewicht von 1,9 Tonnen Holz. Davon sind etwa die Hälfte Kohlenstoff. Der Umrechnungsfaktor zu Kohlendioxid beträgt 3,67. Daher hat die Buche rund 3,5 Tonnen Kohlendioxid gespeichert, etwa eine Tonne mehr als eine gleich große Fichte. Grund ist die höhere Holzdichte der Buche. Das Holz von Laubbäumen hat – Ausnahmen sind Weichholzbäume wie Weiden oder Pappeln – eine höhere Dichte als das Holz von Nadelbäumen.

Warum aufforsten bzw. Bäume pflanzen?

Werden mehr Wälder durch Spenden ermöglicht, binden die in ihnen wachsenden Laub- und Nadelbäume Kohlendioxid aus der Luft und speichern es in ihrer Holzmasse. Da das Kohlendioxid erst wieder freigesetzt wird, wenn das Holz verbrannt wird oder sich natürlich zersetzt, trägt Aufforstung effektiv zum Klimaschutz bei. Geht es um die Bekämpfung des Treibhauseffektes, ist der Wald ein entscheidender Faktor: Er entzieht der Atmosphäre Kohlendioxid. Wird das Holz für Möbel oder im Hausbau verwendet, verlängert sich die Speicherung so lange, bis das Holz endgültig nicht mehr genutzt wird. Ein aus Holz gebautes Niedrigenergiehaus speichert damit beispielsweise rund 80 Tonnen Kohlendioxid. Weil in den vergangenen trockenen Jahren besonders Nadelholz gestorben ist, müssen die Flächen wiederbewaldet und mit Laubbäumen in Mischwälder aufgeforstet werden.

Was kostet eine Baumpflanzung durch Baumspenden?

Wenn Sie mit Ihrer Spende etwas für den Klimaschutz leisten und Wald aufforsten lassen wollen, hängt der konkrete Preis eines Baumes von unterschiedlichen Faktoren ab:

Der Standort: Wo werden die Baumspenden gepflanzt? Da Arbeitszeit ein großer Kostenfaktor ist, ist es in Ländern mit geringem Lohnniveau deutlich günstiger. Auch die Grundstückskosten unterscheiden sich je nach Ort.

Die Baumart: Damit im Wald keine Monokultur entsteht, ist ein abwechslungsreicher Mix von günstigen und weniger günstigen Baumarten erforderlich.

Die Zeitspanne: Wie lange der Wald nach der Aufforstung stehen bleiben darf, ist ein weiterer Kostenfaktor. Je länger der Wald wachsen darf, desto mehr Kohlendioxid kann er letztendlich speichern.

Bäume pflanzen auch ohne Spende

Wenn Sie selbst aktiv werden wollen, können Sie Eicheln oder Kastanien sammeln und diese einpflanzen. Oft brauchen die Samen allerdings Frost, bevor sie austreiben. Baumsamen gibt es auch in Garten- und Baumärkten zu kaufen, manchmal sogar ganze Pflanzensets. Da es einige Zeit dauert, bis ein solcher Baum eine annehmbare Größe erreicht, können Sie ihn auch bei einer Baumschule kaufen. Der Preis dort hängt von der Baumart und Größe ab. Ohne eigenes Grundstück ist jedoch das Anpflanzen des Baumes schwierig. Grundsätzlich kann eine solche Bepflanzung als Sachbeschädigung gewertet werden. Kommt es zur Anzeige, kann Bußgeld und Übernahme der Kosten für die Beseitigung drohen. Daher sollten Sie lieber das Gartenamt, einen Waldbesitzer oder Bauern fragen, ob Sie Ihren Baum auf dem Grund pflanzen dürfen. 🌱

Bildquellen

  • Baumspende-Baum-pflanzen: iStock/yacobchuk
  • Freiwillige-Baumspende: iStock/Motortion