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Emissionshandel Elektroauto: Geld verdienen mit dem E-Auto dank THG-Quote

Der Emissionshandel für Elektroautos ist ein System, bei dem E Auto Fahrer mit ihren E Autos dank der Treibhausgasquote Geld verdienen können. Die Treibhausgasquote – kurz THG Quote – beinhaltet eine pauschale Spar-Quote für Elektroautos und -zweiräder, die jedem E Auto Besitzer automatisch zuerkannt wird, weil sie CO2 sparen. Diese Pauschale kann dann wiederum weiterverkauft werden. Vereinfacht dargestellt heißt das: Wer CO2 verursacht, zahlt und wer CO2 spart, verdient Geld! Das System an handelbaren CO2 Zertifikaten soll finanzielle Anreize für die Verringerung von Schadstoffemissionen schaffen.

Treibhausgas Emissionen senken und mit dem E Auto Geld verdienen

Die Verringerung der Treibhausgasemissionen ist wichtig für den Kampf gegen den Klimawandel und ein E-Auto erzeugt selbst keine CO2 Emissionen. In Verbindung mit der THG-Quote ist dies eine gute Möglichkeit, auch anders verursachte Emissionen auszugleichen.

Denn die THG-Quote ist eine gute Möglichkeit, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und gleichzeitig Geld zu verdienen. Für Sie bedeutet das, dass Sie mit dem Fahren eines E-Autos sogar Geld verdienen können, was ein großer Anreiz ist, auf diese umweltfreundlichere Option umzusteigen. Bei diesen Vorteilen gibt es eigentlich keinen Grund, nicht auf ein E-Auto umzusteigen und auch von der THG-Quote zu profitieren.

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Was ist die THG-Quote?

Besitzer von E-Autos können mit ihrem Fahrzeug Geld verdienen. Seit 1. Januar 2022 geht das auch für Privatpersonen. Der Hintergrund ist die sogenannte Treibhausgasminderungsquote bzw. THG-Quote. Grundsätzlich sollen Besitzer von E-Autos durch die Treibhausgasminderungsquote bzw. THG-Quote Geld für die eingesparten CO2-Emissionen erhalten. Das gilt auch für E-Motorräder oder E-Roller. Diese Quote kann auch an Unternehmen verkauft werden, quasi als eine Art Emissionsrechte. Alles was Sie dafür tun müssen ist es, Ihr E-Fahrzeug beim Stromanbieter oder einem Abwicklungsunternehmen zu registrieren. Das geht direkt über die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs. Und schon können Sie mit dem Verkauf Ihrer Prämie bares Geld verdienen!

So hoch ist die THG-Prämie

Die THG Prämie beträgt bis zu 475 € pro Jahr. Die exakte Höhe hängt jedoch vom Marktpreis der Zertifikate und den Konditionen des jeweiligen Anbieters ab. Manche Anbieter liefern bessere Konditionen als andere – und auch der Marktpreis kann variieren. Sie sollten also unbedingt im Vorhinein das Angebot unterschiedlicher Anbieter vergleichen. Die Prämie zählt zu privaten Einnahmen und ist dadurch sowohl von der Einkommens- als auch der Umsatzsteuer befreit.

So funktioniert der THG-Quoten-Verkauf

Alles was Sie tun müssen, ist es Ihr E-Fahrzeug bei einem Stromanbieter oder einem speziellen Unternehmen, welches die Anrechnung der THG-Quote abwickelt zu registrieren. Zu einem direkten Kontakt zwischen Verbraucher und Kraftstoffproduzenten wird es hierbei nicht kommen. Dabei müssen sie nachweisen, dass ein batteriebetriebenes Fahrzeug auf Sie zugelassen ist. Dann können sie die THG-Quote geltend machen. Dies funktioniert direkt über die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs. Weitere Belege zur tatsächlichen Nutzung, wie z.B. zurückgelegte Kilometer pro Jahr oder der Strommix sind nicht notwendig. Den Fahrzeugschein müssen Sie jedoch auf jährlicher Basis immer wieder neu einreichen, um die Prämie zu erhalten. Zulassungsfreie Fahrzeuge können dagegen nicht angemeldet und gefördert werden, selbst wenn es sich um reine Batterieelektrofahrzeuge handelt.

Das Umweltbundesamt (UBA) überprüft dann die Anträge und zertifiziert sie. Daran anschließend werden die gesammelten Zertifikate des UBAs durch die Anbieter an diverse Kraftstoffunternehmen verkauft. Die Gewinne fließen dann an die Verbraucher bzw. E-Auto Besitzer zurück.

Wie kann ich mit der THG-Quote Geld verdienen?

Im Grunde funktioniert der THG Quotenhandel ähnlich wie der Handel der CO2 Zertifikate. Unternehmen kaufen CO2 Zertifikate, um ihre Treibhausgasemissionen zu kompensieren.

Ein direkter Verkauf ist jedoch nicht praktikabel – sowohl für den E-Auto-Fahrer als auch für die Konzerne. Ein Handel mit Millionen von Privatpersonen ist schlicht nicht umsetzbar. Der Verkauf der Zertifikate und die Abwicklung des CO2-Emissionshandels erfolgt also über unterschiedliche Plattformen, die sich auf den THG Handel spezialisiert haben. Die Plattformbetreiber kaufen dazu den Besitzern der E-Autos ihre THG-Quote ab und holen sich die Bestätigungen beim Umweltbundesamt ein. Anschließend werden die Zertifikate gebündelt an die Unternehmen verkauft.

Für Sie als E-Auto Fahrer ist dies besondern praktisch, da Sie nichts tun müssen außer eine Vereinbarung mit einer Plattform einzugehen. So wird der Prozess vereinfacht und nicht jede Quote muss einzeln verhandelt werden. Zudem bringt dies einfach auch bessere Preise ein. 

Wer kann mit THG-Quoten handeln?

Bisher war es so, dass nur Firmen im industriellen, gewerblichen und landwirtschaftlichen Sektor ihre Emissionsrechte verkaufen konnten. Mit der Einführung der THG-Quote änderte sich dies jedoch und nun können auch Privatleute ihre THG-Quote veräußern und zu Geld machen. Dabei geht das sogar relativ leicht – vor allem im Vergleich zum herkömmlichen Emissionshandel. Alles was man dazu tun muss, ist es sich wie bereits erwähnt zu registrieren und schon kann der Handel mit Emissionszertifikaten beginnen! Die einzige Vorraussetzung ist es, dass eben ein vollelektrisch betriebenes E-Fahrzeug nachweislich auf Sie zugelassen ist.

Wieso gibt es unterschiedlich hohe Angebote für die THG-Quote?

Beim THG-Quotenhandel handelt es sich um einen herkömmlichen Handel auf einem freien Markt. Heißt der der Preis für eine Quote ist von den individuellen Verträgen der bündelnden Vermittler abhängig. Aus diesem Grund kann es sein, dass die angebotenen Preise unterschiedlich hoch sind.

Daher sollten Sie die Angebote der unterschiedlichen Anbieter im Vorhinein unbedingt vergleichen. In den meisten Fällen ist es zudem ratsam eher einen verbindlich garantierten Preis zu wählen. So stellen einige Anbieter einen „bis zu“ Preis in Aussicht stellen, was auf den ersten Blick attraktiv klingen mag, jedoch auch die Gefahr birgt, dass dieser Preis bei weitem nicht erzielt wird und Sie dann deutlich weniger als erwartet erhalten. 

E-Roller

Erhalte ich die THG-Quote auch für Plug-In Hybrid-Fahrzeuge?

Nein leider nicht! Denn die THG-Quote gilt nur für neue Elektroautos und auch ältere E-Modelle. Diese dürfen gleichberechtigt am Zertifikate-Handel teilnehmen. Andere Autos wie Hybride, Plug-in-Hybride, Erdgas- und Wasserstoffautos sind von der THG-Quote leider ausgeschlossen.

Für Fahrer von E-Leichtkrafträdern, wie E-Scooter und E-Motorräder gibt es jedoch eine gute Nachricht: Sie erhalten die volle THG-Prämie! Das macht die Teilnahme noch attraktiver, da das Verhältnis zwischen Kaufpreis und Unterhaltskosten noch viel höher ist. Die einzige Bedingung ist, dass das E-Leichtkraftrad mehr als 45 km/h fahren und eine Zulassungsbescheinigung Teil 1 besitzen muss.

Auch können Betreiber von Ladesäulen oder Wallboxen ihre Zertifikate verkaufen und ebenfalls zu Geld machen. 🌱

Bildquellen

  • E-Autos-Ladestation: iStock/Дмитрий Ларичев
  • E-Auto-laden: iStock/24K-Production